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In der Nacht auf heute hat Nvidia auf seiner 2012 GPU Technology Conference (GTC) die GK110-GPU vorgestellt. Die GPU bringt beeindruckende 7,1 Milliarden Transistoren mit sich und soll Ende des Jahres in den Handel kommen.
Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang hat bei seiner Keynote auf der hauseigenen GPU Technology Conference den neuen Kepler-Chip GK110 vorgestellt. Dieser wird erstmals in der Ende des Jahres erscheinende Karte Tesla K20 zum Einsatz kommen. Die GK110-GPU, die auch “Big Kepler” genannt wird, soll gleich mehrere neue Funktionen mitbringen: Hyper-Q, Dynamic Parallelism und SMX Streaming Multiprocessor.
Bei Hyper-Q handelt es sich um eine Virtualisierungsfunktion. Diese ermöglicht mehreren CPU-Kernen gleichzeitig auf die GPU zuzugreifen. Wie ‘Golem‘ schreibt, kann Kepler dadurch von 32 Threads der CPU gefüttert werden, bisher bildete die Tatsache, dass nur ein Thread auf die GPU zugreifen kann, eine Art Flaschenhals.
Die zweite Funktion, die wie Hyper-Q vor allem Supercomputing zu Gute kommen soll, heißt Dynamic Parallelism: Das erlaubt der GPU in ihrem Speicher mehr Kernels und Threads zu starten, um die so genannten Nested Loops aufzulösen. Die GPU kann sich also dynamisch an die Daten anpassen, wie ‘Nvidia‘ in der entsprechenden Pressemitteilung schreibt.
Schließlich gibt es die Streaming-Multiprocessor-Variante SMX: Diese umfasst 192 Recheneinheiten, bei Fermi waren es bisher 32. Der GK110 soll bis zu 15 SMX-Einheiten besitzen, was in der Theorie 2880 Shader-Rechenkerne ergeben kann. Nach Angaben von ‘Heise‘ habe sich Nvidia aber noch nicht entschieden, welche Konfiguration bei der Tesla-K20-GPU zum Einsatz kommen wird, man schwankt noch zwischen Konfigurationen mit 13 oder 14 SMX-Rechenclustern.
Erscheinen soll der GK110-Chip erstmals im Rahmen der Tesla-K20-Karte, diese ist für das vierte Quartal des Jahres angekündigt worden.
Quelle: Winfuture.de
Die Nvidia Corporation blickt auf ein gelungenes 2. Geschäftsquartal zurück. Im Zeitraum von April bis Juli 2011 hat der kalifornische Chipentwickler 1,02 Milliarden US-Dollar umgesetzt, 25 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei hat das Unternehmen einen Nettogewinn von 151 Millionen US-Dollar eingefahren. Im 2. Quartal 2010 musste Nvidia noch einen Verlust von 135 Millionen US-Dollar ausweisen.
Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang hob bei Bekanntgabe der Quartalszahlen den Erfolg der Geforce-Optimus-Hybridgrafik für Notebooks hervor. Die große Nachfrage nach mit den energiesparenden GPUs bestückten Geräten habe in dieser Sparte zu einem Rekordumsatz geführt.
Auch für die Zukunft sieht Huang sein Unternehmen gut aufgestellt. Mit den integrierten Tegra-Chips (verbaut unter anderem in vielen aktuellen Tablets und Smartphones) und dem wachsenden GPU-Geschäft sei man gut aufgestellt. Im dritten Quartal erwartet Nvidia einen leicht wachsenden Umsatz, eine Gewinnprognose gab das Unternehmen nicht ab.
An der Börse kamen die Zahlen und insbesondere der Ausblick gut an, die Nvidia-Aktie legte am Donnerstag in New York nachbörslich fast 12 Prozent zu. In den letzten Monaten hat die Aktie allerdings fast die Hälfte ihres Wertes eingebüßt, vor allem aufgrund des großen Wettbewerbsdrucks durch AMD und Intel.

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